Politik und Wirtschaft
Klagelied des gelben Haushaltsexpelten
Wie sehl plagt uns die Schuldengeißel.
Wil bläuchten einen Guldenscheißel !
An der Quelle
Ihr wollt nicht mehr auf Quelle zählen ?
Man sollt' euch in der Zelle quälen !
Dort könnt ihr ruhig für Quelle zahlen-
ich wünsch euch in der Zelle Qualen.
Ihr seid in tiefen Sand gewetzt,
habt Quelle an die Wand gesetzt.
Man hat mal wieder krumm gedacht,
am Ende hat es dumm gekracht.
Das wird nun selbst die Herben schocken,
wenn sie in euren Scherben hocken,
derweil ihr euch auf Festen windet
und reichlich weiße Westen findet.
Nach der Wahl
Vor kurzem hieß es: "Duftes Schenken !"
War das wohl nur des Schuftes Denken ?
Habt ihr das Hirn euch kehren lassen ?
Jetzt schwafelt ihr von leeren Kassen...
Das wahre Leben
Der Siegeschor der Gelben sang:
"Nichts geht jetzt mehr denselben Gang.
Wir stellen uns den schwarzen Wellen,
wir feilschen, bis die Warzen schwellen !"
Wie sich die gelben Fürstchen winden,
die wir wohl bald als Würstchen finden.
Regierungsschmerz mit seinen Wehen-
wir werden sie bald weinen sehen...
Paris ist doch auch schön...
Wie schön könnt' doch der Guido leben,
würd' man ihm Jobs im Lido geben.
Ach wirklich, pretty sister, nein-
muss es denn echt Minister sein ?
Das ominöse T
Am Waldrand liegt ein totes Reh,
es trägt im Fell ein rotes T.
Von Blut ist dieses T gerötet,
was hat bloß dieses Reh getötet ?
Es schnürt mir fast die Kehle, Tom.
Ist dass das Werk der Telekom ?
Am Waldrand hat das Reh geklagt,
sein Kopf hat aus dem Klee geragt,
bis es auf seine Beine sank,
ein Schreiben vor sich: seine Bank !
Die Aktie T war stark gesunken,
der Wert hat schon nach Sarg gestunken.
Am Waldrand wurd das Reh gesichtet,
dann hat es sich am See gerichtet.
Die Nachricht ließ die Seinen wanken,
die alle unter Weinen sanken.
Es schnürt mir fast die Kehle, Tom:
Das
war das Werk der Telekom...
Ach Hessen...
Ob man sich wohl am Trinken labte,
bevor man zu den Linken trabte ?
Verlogen hat der Mist getrieft,
der ganze Fall hat trist gemieft.
Am Schluss hat keine Sau gefragt:
Was hat zuvor die Frau gesagt ?
"Nein, niemals nie gelinkte Züge"-
am Ende war's gezinkte Lüge.
Doch einer hat's am Sein genagt,
sie hat ganz deutlich
Nein gesagt:
"Nimm einfach hin, du hehre Alte,
dass ich mir meine Ehre halte !"
Beschimpft aus nicht sehr reifen Stücken,
behielt sie doch den steifen Rücken,
den sie aus noblen Stücken reckte,
bis fast ein Dolch im Rücken steckte.
Versucht doch, das Gewirr zu einen,
sonst treibt es uns noch, irr zu weinen.
Auch wenn ihr sehr in Messen heuchelt:
Bemerkt ihr, dass ihr Hessen meuchelt ?
Idylle mit Schwein (Das Meck-Pomm-Barbecue)
Was ist mit seiner stillen Größe ?
Der George verteilt beim Grillen Stöße.
Ob er sein Amt zu nutzen wagt,
damit nur er an Wutzen nagt ?
Er ist mit flottem Bein entschwunden,
hat schnell am Grill das Schwein entbunden,
den Blick hat man zum Schutz gewendet,
so sehr hat er die Wutz geschändet.
Er werkelte mit Messer, Beilen -
man brauchte Abstand, besser Meilen.
Zum Glück war die Frau Merkel fit,
so sprang sie mit dem Ferkel mit.
"Ach George, wenn wir jetzt Keule hatten,
dann lass uns das Geheule cutten.
Wir halten glücklich beide Händchen
und hüpfen dort zum Heidebändchen,
das Monogramm in Kiefern schnitzeln,
uns bis zu letzten Schniefern kitzeln..."
Er hat sich, als sie schwallt, entwunden,
ist kichernd in den Wald entschwunden
und freut sich an den Häschengruppen,
die fröhlich durch die Gräschen huppen.
Dann schwebten sie, durch laue Reben,
zum Grillplatz, heim ins rauhe Leben...
Trübe Aussichten
Man glaubt nicht an ein Zahlenwunder:
Der Gerd kriegt bei den Wahlen Zunder.
Nun strahlt zwar Angies kesser Bann,
doch denkt wer, daß sie's besser kann ?
Wahlkampf
Auch wenn die Herren stählern winken -
ihr Heucheln wird den Wählern stinken
Abschiedsgruss für Gerhard
Man hört Frau Merkel trocken sagen:
"Ein Rentner sollte Socken tragen.
Es wurd zwar reichlich hier gemäkelt,
doch hatt ich Socken mir gehäkelt.
Nun hab ich in der Schar gepickt
und dir ein schönes Paar geschickt.
Lass mich dir diese Grüße fummeln,
damit dir nicht die Füße grummeln,
wenn du bald an der Leine hockst
und Mädels dir mit Heine lockst."
George und Roland
Herr Bush empfing Herrn Roland Koch,
weil der so schön nach Kohlland roch.
Und George, er sprach: "Du altes Haus,
zwar riechst du, doch ich halt es aus.
Und Gerd soll mich nie wieder nerven -
er muß sich vor mir niederwerfen."
Ganz tief hat sich Herr Koch geduckt
und schließlich hat er doch gekuckt,
als George dann schrie: "Den Schimmel, Hoss !"
und sechsmal in den Himmel schoß.
Den Cowboyhut am Hosenlatz,
so zwingt er Koch zur losen Hatz,
auf einmal heißt er Jessi Hames,
den Roland nennt er Hessi James,
und Hessi muß voll Mühe kucken,
ob im Stall die Kühe mucken.
Plötzlich wird George wieder leise,
summt 'ne Texasliederweise,
legt den Hut ganz einfach weg
und geht zur Bar am Weinfach-Eck,
worauf der Roland heiser lächelt,
weil der George jetzt leiser hechelt.
Dann hat man sich beim Wein geschart...
...und fröhlich guten Schein gewahrt.
Ach Laurenz...
Voll Unschuld Laurenz Meyer guckt,
auch wenn in ihm der Geier muckt.
Das Gas, den Strom, den Kohlehaufen,
den muß sich nur der Hohle
kaufen,
und Laurenz nimmt auch willig bar,
wenn mal sein Dienst nicht billig war.
Als Nobler hätt er schier gegolten,
dann wurd er wegen Gier gescholten,
er hatte zwar noch flink gelogen,
doch trotzdem ist er link geflogen.
Und da sie leise "Ferkel" meint,
ist ihm wohl auch Frau Merkel Feind...
Alle © W. Heidschuch