Schüttelreime und Ungeschütteltes bis zum Abschütteln. Alle Texte © Wolfgang Heidschuch

Von Politikern und Prinzen


Idylle mit Schwein (Das Meck-Pomm-Barbecue)


Was ist mit seiner stillen Größe ?
Der George verteilt beim Grillen Stöße.
Ob er sein Amt zu nutzen wagt,
damit nur er an Wutzen nagt ?
Er ist mit flottem Bein entschwunden,
hat schnell am Grill das Schwein entbunden,
den Blick hat man zum Schutz gewendet,
so sehr hat er die Wutz geschändet.
Er werkelte mit Messer, Beilen -
man brauchte Abstand, besser Meilen.
Zum Glück war die Frau Merkel fit,
so sprang sie mit dem Ferkel mit.
"Ach George, wenn wir jetzt Keule hatten,
dann lass uns das Geheule cutten.
Wir halten glücklich beide Händchen
und hüpfen dort zum Heidebändchen,
das Monogramm in Kiefern schnitzeln,
uns bis zu letzten Schniefern kitzeln..."
Er hat sich, als sie schwallt, entwunden,
ist kichernd in den Wald entschwunden
und freut sich an den Häschengruppen,
die fröhlich durch die Gräschen huppen.
Dann schwebten sie, durch laue Reben,
zum Grillplatz, heim ins rauhe Leben...


Trübe Aussichten


Man glaubt nicht an ein Zahlenwunder:
Der Gerd kriegt bei den Wahlen Zunder.
Nun strahlt zwar Angies kesser Bann,
doch denkt wer, daß sie's besser kann ?


Wahlkampf


Auch wenn die Herren stählern winken -
ihr Heucheln wird den Wählern stinken



Abschiedsgruss für Gerhard


Man hört Frau Merkel trocken sagen:
"Ein Rentner sollte Socken tragen.
Es wurd zwar reichlich hier gemäkelt,
doch hatt ich Socken mir gehäkelt.
Nun hab ich in der Schar gepickt
und dir ein schönes Paar geschickt.
Lass mich dir diese Grüße fummeln,
damit dir nicht die Füße grummeln,
wenn du bald an der Leine hockst
und Mädels dir mit Heine lockst."


George und Roland


Herr Bush empfing Herrn Roland Koch,
weil der so schön nach Kohlland roch.
Und George, er sprach: "Du altes Haus,
zwar riechst du, doch ich halt es aus.
Und Gerd soll mich nie wieder nerven -
er muß sich vor mir niederwerfen."
Ganz tief hat sich Herr Koch geduckt
und schließlich hat er doch gekuckt,
als George dann schrie: "Den Schimmel, Hoss !"
und sechsmal in den Himmel schoß.
Den Cowboyhut am Hosenlatz,
so zwingt er Koch zur losen Hatz,
auf einmal heißt er Jessi Hames,
den Roland nennt er Hessi James,
und Hessi muß voll Mühe kucken,
ob im Stall die Kühe mucken.

Plötzlich wird George wieder leise,
summt 'ne Texasliederweise,
legt den Hut ganz einfach weg
und geht zur Bar am Weinfach-Eck,
worauf der Roland heiser lächelt,
weil der George jetzt leiser hechelt.
Dann hat man sich beim Wein geschart...

...und fröhlich guten Schein gewahrt.


Ach Laurenz...


Voll Unschuld Laurenz Meyer guckt,
auch wenn in ihm der Geier muckt.
Das Gas, den Strom, den Kohlehaufen,
den muß sich nur der Hohle kaufen,
und Laurenz nimmt auch willig bar,
wenn mal sein Dienst nicht billig war.

Als Nobler hätt er schier gegolten,
dann wurd er wegen Gier gescholten,
er hatte zwar noch flink gelogen,
doch trotzdem ist er link geflogen.
Und da sie leise "Ferkel" meint,
ist ihm wohl auch Frau Merkel Feind...



Königliches


Neulich in Buckingham


"Ach Gottchen", sprach der Sohn betroffen,
"die Mama liegt vorm Thron. Besoffen...
...ob ich geschwind mal wetzen soll ?
Mich dort zur Probe setzen ? Woll !
Was das wohl mit den Witzen sollte,
dass ich hier niemals sitzen wollte ?
Dies Amt, das sich mir prinzig wies,
die Chance zum König (winzig) pries,
dies Amt soll eine Fessel sein ?
Es sitzt sich hier im Sessel fein.
Doch dann ? Sieh meines Sohnes Trinken...
...da wird der Ruf des Thrones sinken."


Charles und Camilla 1


Wenn Charles was mit den Ohren macht,
dann braucht man gleich der Mohren acht,
denn links gleich bei den Falten hier,
da wackelt's arg, da halten vier,
und vier auch rechts - Camilla lacht,
weil's beide Ohren lilla macht.


Charles und Camilla 2


Wenn Charles Camilla lüstern neckt,
bis sie sich wild die Nüstern leckt,
wenn sie vor Lust beim Rufen haspelt,
weil er an ihren Hufen raspelt...
das geht nun schon so lange Zeit.
Wann ist er diese Zange leid ?


Charles und Camilla 3


Er hat sie ohne Scheu gehoben,
entkleidet und ins Heu geschoben,
und wie sich dann die Stute reckte,
als Charles ihr seine Rute steckte.
Camilla hat schon längst gehechelt
und Charles, der alte Hengst, gelächelt.
Er hat auf diesen Ritt gedrungen,
er hätt auch gern zu dritt gerungen,
doch kontert sie die Bitte dreist
und droht, dass sie die Dritte beisst.
Sie hat sich zwar noch weit gestreckt,
jedoch war kurz ein Streit geweckt,
weil Charles sie mit der Bitte drückt,
dass sich noch eine Dritte bückt,
doch schließlich ging man weiter reiten
und tat die Lust vom Reiter weiten.
Camilla war nicht mächtig prüde -
der kleine Prinz wurd prächtig müde.


Alle © W. Heidschuch